Furiose Rückkehr der Königin des Soul
Veröffentlich am 31. Januar 2009

Am 30.01.09 gab Tina Turner ihr erstes Hamburger Konzert in der Color-Line-Arena und ich war live dabei. Was für ein Konzert!
Zweieinhalb Stunden dauerte die Comeback-Show der 69 Jahre alten US-Sängerin. Im Repertoire hatte sie Hits aus 40 Jahren Musikgeschichte.
Die Absätze ihrer Pumps sind hoch, ihre glitzernden Leggins so eng wie eine Wurstpelle. Eigentlich sollten nur Mädchen und Frauen unterhalb der 30 sich in solche Outfits zwängen. Tina Turner ist fast 70, doch die engsten Hosen und die kürzesten Kleider stehen ihr immer noch. Es scheint, als wäre der Alterungsprozess bei der afroamerikanischen Sängerin gestoppt. In dieser Frau steckt wahnsinnig viel Energie und Leidenschaft. Wenn es eine “Königin des Soul” gibt, dann heißt sie Tina Turner.
Beim ersten von drei ausverkauften Konzerten in der Color-Line-Arena wird ihr vom Publikum gehuldigt wie einer Fürstin. Als Tina Turner dann über eine Hebebühne einschwebt und mit dem Song „Steamy Windows“ ihre Show beginnt, hält es im Parkett kaum noch jemanden auf den Sitzen.
Sie singt alle ihre Riesenhits aus der Zeit nach ihrem grandiosen Comeback im Jahr 1984: “Private Dancer”, “What’s Love Got To Do With It”, “Typical Male” und “Simply The Best”.
Fünf Mal wechselt sie ihre Bühnenoutfits, um anschließend jeweils von einer anderen Hebebühne wieder ins Zentrum des Geschehens gehievt zu werden. Für die Filmsongs “We Don’t Need Another Hero” aus “Mad Max III” und “Golden Eye” aus dem gleichnamigen James-Bond-Thriller hat Bühnen-Designer Mark Fisher groß aufgefahren und die entsprechenden Filmkulissen in diese Multi-Media-Show integriert.
Als Zugabe singt Tina „Nutbush City Limits“ und steppt in Hi-Heels dabei über die Bühne.
Ihre Rückkehr auf die Bühne gelingt furios, die Show war Weltklasse und den Eintrittspreis von 248 Euro allemal wert.
Danke Tina!
Und dann hat unser HSV gegen Bayern München auch noch 1 : 0 gewonnen. Was für ein Start ins Wochenende!
Zoff im Schulausschuss um die Schule Rahmwerder Straße
Veröffentlich am 27. Januar 2009
Der gestrige Ausschuss für Schule, Kita und Sport endete mit deutlichen Worten zwischen Herrn Ahrnfeldt, der für die Schulbehörde referierte, und meinen Kollegen Bernd Peter Holst (SPD). Der Streit entzündete sich um die von der Schulbehörde geplante Schließung der Schule Rahmwerder Straße in Georgswerder.
Herr Ahrnfeldt hatte geschildert, das mit den Betroffenen und lokalen Akteuren in einem “offenen Prozess” und mit einem “offenen Ausgang” diskutiert würde. Auf unsere Fragen schilderte er mehrfach großes Verständnis für die lokale Bedeutung des Schulstandortes.
Aber auch nachdem wir noch einmal klar gestellt hatten, das es einen einstimmigen Beschluss aller Abgeordneter der Bezirksversammlung gibt, und nachdem Frau Carmody für den Arbeitskreis Georgswerder darauf hinwies, das eine Sammlung über 800 Unterschriften für den Erhalt des Schulstandortes zusammenbekommen hat, konnte Herr Ahrnfeldt sich auf die ausdrückliche Frage von Jutta Kodrzynski (GAL) nicht durchringen ein Bekenntnis zum Erhalt der Schule Rahmwerder Straße “in welcher Form auch immer” abzugeben.
Daraufhin fragte Bernd Peter Holst wie es denn angehen könne, das es aus dem Stadtteil, der Elternschaft und der Lokalpolitik eindeutige Aussagen gebe, die Schulbehörde aber immer noch offen und ergebnisoffen diskutieren wolle. Denn entweder nähme die Behörde die einhellige Meinung vor Ort ernst, dann könne es nur ein Ergebnis der Beratungen, nämlich den Erhalt geben, oder es würde eben von oben “undemokratisch” die Schließung der Schule Rahmwerder Straße angeordnet werden.
Der pointiert und hitzig vorgebrachte Einwand brachte Herrn Ahrnfeldt dazu die Maske der Freundlichkeit fallen zu lassen und klipp und klar zu erklären, das er sehr offen mit allen diskutieren würde, er solche Angriffe nicht nötig hätte und es “andere Ausschüsse” gäbe mit “anderen demokratischen Mehrheiten” in denen die Entscheidungen getroffen würden.
In mir hat sich nach dieser Sitzung der Eindruck verfestigt, das die Schulbehörde die Schließung der Schule Rahmwerder Straße beschlossen hat, und alle Gespräche die jetzt geführt werden nur noch vorgespieltes Theater ist. Bleibt zu hoffen, dass ich mich irre.
Geschrieben von Klaus Lübke (MdBV), der mich im Schulausschuss vertreten hat. DANKE Klaus !
http://www.veddel.net/wordpress/2009/01/27/zoff-im-schulausschuss-um-die-schule-rahmwerder-strasse/
Neujahrsempfang der SPD Billstedt
Veröffentlich am 24. Januar 2009
Die SPD Billstedt lädt alle Interessierten ganz herzlich zum diesjährigen Neujahrsempfang ein. Neben vielen Vertreterinnen und Vertretern der SPD werden viele aktive Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil erwartet. Gemeinsam soll das politische Jahr in Billstedt begonnen werden. Natürlich nehmen auch Ihr Bürgerschaftsabgeordneter Philipp-Sebastian Kühn und Ihre Bezirksabgeordneten Kerstin Gröhn und Frank Ramlow am Neujahrsempfang teil.
Als weitere Gäste werden der Bundestagsabgeordnete von Hamburg-Mitte, Johannes Kahrs, und der Hamburger SPD Europakandidat Knut Fleckenstein teilnehmen.
Neujahrsempfang der SPD Billstedt
Sonntag, den 01. Februar 2009
um 11.00 Uhr im Seniorentreff Lorenzenweg 2
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
SPD fördert die Geschichtswerkstatt Billstedt
Veröffentlich am 22. Januar 2009
In der heutigen Bezirksversammlungssitzung haben wir einen Antrag eingebracht, um die Geschichtswerkstatt Billstedt mit einmalig 11.000 Euro zu unterstützen. Der Antrag wurde einstimmig, von allen Parteien, angenommen.
Interfraktioneller Antrag
der Abgeordneten Kerstin Gröhn, Frank Ramlow, Susanne Kilgast, Hansjörg Schmidt (SPD), Michael Osterburg, Ingolf Goritz (GAL) und Fraktionen vom 19.01.2009
Betr.:Förderung der Geschichtswerkstatt Billstedt
Die Geschichtswerkstatt Billstedt wurde vor ca. eineinhalb Jahren mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Geschichte des Stadtteils aufzuarbeiten und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Grundlegend hierfür ist zunächst die Sammlung, Sichtung, Auswertung und Systematisierung vielfältiger Informationen und Unterlagen, wie z. B. alter Lokalzeitungen, Schriftstücke, historischer Bild- und Filmaufnahmen und Zeitzeugenberichte.
Nach dieser Grundlagenarbeit sind u. a. Stadtteilrundgänge geplant, die zu den verschiedensten Themen, etwa „Entwicklung des Billstedter Zentrums“, „Migrationsgeschichte“, „Geschichte des Billstedter Zentrums“, „Sozialer Wohnungsbau“, „Billstedt im 2. Weltkrieg“ etc. durchgeführt werden könnten.
Geschichtswerkstätten leisten einen unersetzbaren Beitrag zur Aufarbeitung und Erhaltung der lokalen Geschichte und Kultur. Sie sind direkt in ihrem Stadtteil angesiedelt und bieten jedem Bürger die Möglichkeit, seinen eigenen Beitrag zur Geschichtsschreibung zu leisten. Gerade dadurch kommt die Vielfalt zustande, die die lokale Kultur am besten repräsentiert. Geschichtswerkstätten sind zudem ein Anlaufpunkt für jeden, der seinen Stadtteil besser kennen und verstehen lernen will.
Die staatliche Förderung der Geschichtswerkstätten ist nicht ausreichend, um Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Arbeit zu gewährleisten. Gerade die umfänglichen Aufarbeitungen am Anfang der kulturellen Arbeit sind nur von ehrenamtlichen Mitarbeitern kaum zu bewältigen. Hinzu kommt, dass ein eigenes (Unterstützungs-)Netzwerk noch nicht in dem erforderlichen Umfang besteht.
Die Geschichtswerkstatt Billstedt arbeitet derzeit mit vier bis fünf ehrenamtlichen Hauptakteuren und weiteren vier bis fünf Helfern. Eine finanzielle Unterstützung wurde aus dem Verfügungsfonds der Aktiven Stadtteilentwicklung Billstedt-Horn gewährt, reicht aber nur für einen sehr kleinen Ausschnitt der notwendigen und vorstellbaren Aktivitäten und Projekte einer Geschichtswerkstatt.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschließen:
1. Der Geschichtswerkstatt Billstedt werden vorbehaltlich der Bereitstellung neuer Haushaltsmittel einmalig 11 000,00 € aus dem Förderfonds Bezirke als Anschubfinanzierung zugewandt.
2. Der Bezirksversammlung wird im Regionalausschuss Billstedt über die Verwendung der Mittel und die weitere Arbeit der Geschichtswerkstatt Billstedt berichtet.
Schulreform – Massiver Widerstand führt zum Teilerfolg
Veröffentlich am 17. Januar 2009
In dem veröffentlichten 5. Schulbrief kündigt die Schulbehörde an, dass die Schüler der derzeitigen 3. Klassen der Grundschulen nun doch regulär in die 5. Klassen der weiterführenden Schulen gehen dürfen. Damit wird die Einführung der Primarschule für die dritten Klassen praktisch um ein Jahr verschoben. Schulsenatorin Goetsch beugt sich der massiven Kritik der letzten Wochen.
Ab dem Schuljahr 2010 / 2011 wird es für die jetzigen Drittklässler beide Systeme parallel geben: das alte mit der vierjährigen Grundschule und das neue mit der Primarschule. Die Eltern der Drittklässler haben letztmalig die Wahl zwischen Stadtteilschule, Gymnasium oder Primarschule.
Damit entstehen weitere Probleme. Denn niemand kann heute sagen, wie viele Eltern ihre Kinder auf eine Primarschule schicken wollen – und wie viele das alte System bevorzugen. Völlig unklar ist somit auch, wie viele und welche Schulen sich schon 2010 umstellen oder eben noch ein Jahr nach dem alten System weiterarbeiten.
Fest steht nun, dass 2011 alle Fünftklässler Primarschüler sind. Die Wahlfreiheit der Eltern gilt dann nicht mehr – das betrifft auch die Schüler, die heute die zweiten Klassen besuchen.
Ich freue mich mit den fast 15.000 Drittklässlern, dass sie ab dem kommenden Schuljahr nun nicht zu Versuchskaninchen werden. Aber die Probleme der Primarschule sind durch die Verschiebung nicht gelöst worden – sie sind nur aufgeschoben. In allen 22 regionalen Schulentwicklungskonferenzen wurde deutlich, dass an ca. 80 % der Grundschulen ein erheblicher Raummangel besteht. Da die Schulbehörde möglichst wenig Geld ausgeben will um die nötigen Ausbauten der Schulen zu finanzieren, müssen die Primarschulen nach Klasse drei geteilt und an einem anderen Standort weitergeführt werden. Das wäre ein erheblicher Nachteil zur jetzigen vierjährigen Grundschule.
Alle regionale Schulentwicklungskonferenzen befassen sich bislang ausschließlich mit der Raumplanung. Über die Bildungsangebote, Unterricht und Pädagogik der Schulen wird dagegen nicht diskutiert. Eine vernünftige Schulplanung ist so nicht möglich.
Unsere Forderungen:
1. Primarschule von Klasse 0 – 6 an einem Standort. Grundschüler lernen am besten vor Ort ohne zusätzliche Raum- oder Standortwechsel. Schüler und Stadtteile brauchen deshalb in der Nachbarschaft vollwertige Schulen mit eigener Schulleitung.
2. Der Fremdsprachenunterricht in den Klassen 5 und 6 muss ohne Einschränkungen in Qualität und Quantität erhalten bleiben und in der gesamten Primarstufe verbessert werden.
3. Zur Chancengleichheit für Risikoschüler müssen wirksame Konzepte erarbeitet werden, insbesondere die Einrichtung von Förderkursen.
4. Die Wahl einer Primarschule darf nicht zur Vorentscheidung über die weiterführende Schule werden. Wir sind daher gegen die Verzahnung von Primarschulen mit Gymnasien.
Infostand Eis mit heiß
Veröffentlich am 15. Januar 2009
Das Neue Jahr 2009 begann in Hamburg mit wenig Schnee aber eisigen Temperaturen. Das hat uns von der SPD Billstedt aber nicht abgehalten, unseren Infostand am Freitag, 9.1.09, pünktlich und wie gewohnt auf dem Billstedter Marktplatz aufzubauen. Die Reaktion der Billstedter war entsprechend freudig und sehr aufgeschlossen, wie eben “alte Bekannte” begrüßt werden. Unsere Themenblätter zur Elbphilharmonie und zum Schlickberg wurden gern angenommen. Besonders natürlich der von uns ausgeschenkte heiße Glühwein (ohne Alkohol) und Kaffee, als gute Alternative zu den kalten und manchmal schon eisigen Händen und Füßen. Natürlich waren auch die Abgeordneten P.Sebastian Kühn aus der Bürgerschaft und Frank Ramlow aus der Bezirksfraktion aktiv vor Ort, unterstützt von den Mitgliedern des Distriktvorstandes Inge Blötz, Christa Maier, Christa Schulenburg, Silvia Gey, Martina Hamester, Timo Stiriz und Sebastian Jonscher. Trotz eisigem Wind mit heißem Herzen dabei!
Unser nächster Infostand findet am 6. März 2009 um 13 Uhr statt.
Frau Goetsch stoppen Sie endlich diese Schulreform!
Veröffentlich am 2. Januar 2009
Die Wirtschaft rechnet mit dem Senat ab
Jedes Jahr kurz vor dem Jahreswechsel lädt die Handelskammer zur „Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg” und zieht ihre Bilanz der vergangenen zwölf Monate. Auch dieses Mal nahm Handelskammer-Präses Frank Horch vor den 2400 geladenen Gästen kein Blatt vor den Mund.
Die Hamburger Handelskammer lehnt sich gegen die Bildungsreform des Hamburger Senats auf. Bei der “Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg”, dem traditionellen Jahresrückblick der Wirtschaft in der Hansestadt sparte der Präses der Handelskammer, Frank Horch, nicht mit Kritik an dem Reformpaket der grünen Bildungssenatorin Christa Goetsch.
Die Auseinandersetzung um die Primarschule lenke die Kräfte von der erforderlichen Qualitätsdiskussion über die Hamburger Bildung ab. “Wir lösen die Probleme an unseren Schulen nicht dadurch, dass wir sie dauernd in neue Strukturreformen schicken”, sagte Horch in seiner eineinhalbstündigen Jahresschlussansprache.
Unter großer Zustimmung der 2400 geladenen Gäste, darunter Kaufleute, Vertreter des öffentliche Lebens und fast der gesamte Senat, forderte Horch im Börsensaal der Handelskammer, zum ursprünglich vorgesehenen Zwei-Säulen-Modell von Stadtteilschule und Gymnasium und damit zu den Empfehlungen der EnqueteKommission zurückzukehren.
Keine Kompromisse auf dem Rücken der Kinder
Die geplante Umstellung auf die sechsjährige Grundschule bezeichnete der Handelskammerchef als einen Kompromiss, der aus der Not der Koalitionsbildung heraus bei gegensätzlichen Positionen von CDU und GAL geboren wurde. “Schule ist aber viel zu wichtig, als dass man auf dem Rücken unserer Kinder derartige Kompromisse durchsetzt.” Für den Satz erntete Horch lang anhaltenden Applaus aus der Kaufmannschaft.
Dem ist nichts hinzuzufügen!

