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Newsletter Schule September 2009


26.09.2009 Bildung, Schule

Keine besonderen Unterrichtsangebote nach Klasse 3 in der Primarschule

Die Schulbehörde will die von der CDU geforderte Möglichkeit eines Schulwechsels nach Klasse 3 an eine andere Primarschule nur in Ausnahmen zulassen. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Schulexperten der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Ties Rabe, hervor.Rabe: „Schulsenatorin Goetsch hat die CDU ausgekontert. Ihre Entscheidung ist im Prinzip richtig. Zwei Schulwechsel in der Schullaufbahn hätten die Probleme verdoppelt. Wer Schulwechsel in der Primarschulzeit vermeiden will, muss allerdings auch in jeder Primarschule ein hochwertiges Unterrichtsangebot sicherstellen. Die bisherige Planung sieht anders aus. Bestimmte hochwertige Unterrichtsangebote (so genannte Profilangebote) der Klassen 5 und 6, wie sie zurzeit die Gesamtschulen und Gymnasien bieten, sollen nur von wenigen Primarschulen fortgesetzt werden. Profilangebote sind beispielsweise Zusatzunterricht in Musik, Sport, humanistischen Fächern und Fremdsprachen wie Latein. Hier muss die Senatorin endlich einen Vorschlag zur Zukunft der Profilangebote präsentieren.“

Schulausschuss: Heftige Kritik der Eltern gegen die Primarschule

Bei einer öffentlichen Anhörung vor dem Schulausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wurde die geplante Schulreform des schwarz-grünen Senats heftig kritisiert. Hauptkritikpunkte waren die ungeklärte Finanzierung und die Abschaffung des Elternwahlrechts. Die überwiegende Mehrheit der betroffenen Eltern bezeichnete die Änderung der Schulstruktur als unnütz und kontraproduktiv. Bei der dreistündigen öffentlichen Anhörung meldeten sich rund 50 der ca. 150 Anwesenden zu Wort.

Baukosten: Bei der Primarschulreform droht die nächste Kostenexplosion

Die Baumaßnahmen für die Primarschulreform werden erheblich teurer als von der CDU-GAL-Koalition behauptet. Das geht aus den Antworten des Senats auf Kleine Anfragen der SPD-Bürgerschaftsfraktion hervor. Der SPD-Schulexperte Ties Rabe: „Der Senat rechnet die Kosten schön“. So habe die Schulbehörde für Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Schulreform rund 190 Millionen Euro einkalkuliert. Rabe: „Realistisch sind doppelt so hohe Kosten.“ Selbst höhere Summen seien nicht ausgeschlossen: Bei zahlreichen öffentlichen Bauten und diversen Schulrenovierungen seien dem Senat in der jüngsten Vergangenheit die Kosten aus dem Ruder gelaufen. „Jetzt droht Hamburg eine weitere Kostenexplosion – bei der Umsetzung der Primarschule“, sagte Rabe. Er appellierte an den Senat, vor einer Entscheidung über die Primarschule Klarheit über den Kostenrahmen zu schaffen. „Die Schulbehörde könnte das. Ich glaube aber, sie will die Öffentlichkeit über die zu erwartenden Kosten nicht informieren“, sagte Rabe.

Schulstandortplanung: Nicht ohne Beteiligung der Bürgerschaft

Die Schulentwicklungsplanung für die Primarschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien in Hamburg ist weit vorangeschritten. 22 Schulentwicklungskonferenzen tagten 7 Monate und gaben Schulstandortempfehlungen ab. Die Schulbehörde hat im Juli 2009 den Entwurf für einen Schulentwicklungsplan 2010 – 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt und die Deputation der Schulbehörde hat einen Sonderausschuss gegründet, der sich mit der Standortplanung der Schulen beschäftigt.Die SPD fordert in einem Antrag, die Bürgerschaft mit diesem Thema zu befassen. Dies ist bisher nicht geschehen, obwohl die Schulentwicklungsplanung eine wesentliche Grundlage der vom Senat geplanten Schulstrukturreform ist.

Doppelter Abiturjahrgang: Zahlen dramatischer als erwartet

Mit dem doppelten Abiturjahrgang im Sommer 2010 werden vermutlich weit mehr Schülerinnen und Schüler Hamburgs Schulen verlassen, als bislang vom Senat angenommen. Der SPD-Bildungsexperte Ties Rabe: „Laut Auskunft der Schulbehörde haben im Jahr 2008 insgesamt 7464 Schülerinnen und Schüler in Hamburg Abitur gemacht. Vor den Sommerferien 2009 steuerten 15.125 Hamburger Schülerinnen und Schüler auf das Abitur zu. Wenn man die zu erwartenden Schulabbrecher und Wiederholer von dieser Zahl abzieht, werden über 14.000 Schülerinnen und Schüler im Sommer 2010 das Abitur ablegen. Das sind über 6000 mehr als im letzten Jahr und knapp 2000 mehr als vom Senat geschätzt“, sagte Rabe. Er warf dem Senat vor, die Entwicklung monatelang verschlafen zu haben. „Der Boom durch den doppelten Abitur-Jahrgang wird viele junge Leute in Warteschleifen zwingen. Denn der Senat weigert sich, zusätzliche Studien- und Ausbildungsplätze für Hamburgs Abiturienten zu schaffen."


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