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Öjendorfer See - Blaualgenbelastung bekämpfen und Baden wieder ermöglich

Antrag des Abgeordneten Frank Ramlow (SPD) und Fraktion vom 20.09.2018


23.09.2018 Antrag, Billstedt

Bezirksversammlung Hamburg-Mitte - Drucksache 21-4553 - Sitzung der Bezirksfraktion vom 20.09.2018

Ein funktionierender Badesee gehört zu einem lebenswerten Bezirk. Der Öjendorfer See ist für den Bezirk Hamburg-Mitte von daher von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität in Billstedt, aber auch für andere Stadtteile im Bezirk.

Der Öjendorfer See ist eines von insgesamt 14 EU-Badegewässern in Hamburg und unterliegt damit der Hamburger Badegewässerverordnung. Für alle EU-Badegewässer mussten gemäß der Badegewässerrichtlinie sogenannte "Badegewässerprofile" erstellt werden. Die Badegewässerprofile enthalten eine Beschreibung des Gewässers und Hinweise auf mögliche Verschmutzungsursachen. Darüber hinaus wird abgeschätzt, wie hoch die Gefahr einer Massenvermehrung von Phytoplankton (Schwebalgen), insbesondere von Cyanobakterien (Blaualgen), im Gewässer ist.

Die Blaualgenbelastung hat dieses Jahr einen traurigen Höhepunkt erreicht. Die Badestelle war daher, wie viele andere Gewässer in Hamburg, den ganzen Hochsommer über gesperrt. Wir als SPD Fraktion möchten für alle Billstedterinnen und Billstedter und für die Lebensqualität des gesamten Bezirks erreichen, dass die Badestelle ab dem nächsten Sommer wieder genutzt werden kann. Daher setzen wir uns für eine wirksame Sanierung des Gewässers ein.

Der BUE ( Behörde für Umwelt und Energie ) liegt hierzu ein Gutachten vor, welches die folgenden Maßnahmen vorschlägt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen müssen in einem Praxistest bewiesen werden.

·        -  Mähen der Unterwasserpflanzen mittels Mähboot etwa 1,5 m unter der Wasseroberfläche inkl. Entnahme des Mähgutes

·        -  Fischbiologische Untersuchen, u.a. um die Etablierung von gründelnden Fischarten wie Karpfen und Brassen zu verhindern

·         Unterbinden der Fütterung von Wasservögeln, u.a. durch Hinweisschilder

Für die nötigen Maßnahmen werden jährliche Kosten von 50.000 – 80.000 € veranschlagt, eine Summe, die der Bezirk nicht alleine aufbringen kann. Als SPD Fraktion möchten wir die Situation jedoch nachhaltig verbessern und hierzu eine Anschubfinanzierung in Höhe von 40.000 € durch Mittel der Bezirksversammlung bereitstellen. Für den Rest der Kosten sollen Gespräche mit den zuständigen Senatsbehörden geführt werden.

 Die Bezirksversammlung möge daher beschließen:

1.    Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, sich an geeigneter Stelle für eine professionelle und zügige Umsetzung der Maßnahmen einzusetzen.

2. Die Bezirksversammlung stellt 40.000,00 € aus Mitteln der Bezirksversammlung für die nachhaltige Bekämpfung der Blaualgen im Öjendorfer See zur Verfügung.

3.  Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, mit Senat und Bürgerschaft Gespräche aufzunehmen und um finanzielle Beteiligung zu werben.

4.    Die Bezirksversammlung ist über den Fortschritt zu informieren und in geeigneter Form einzubinden.

Unser Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Hier der Bericht im Hamburg Journal vom 21.09.2018: 

www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Oejendorfer-See-soll-saniert-werden,oejendorfersee110.html

Auch die Hamburger Morgenpost hat über unseren Antrag berichtet:

www.mopo.de/hamburg/zu-hohe-blaualgenbelastung-spd-mitte-saniert-oejendorfer-see-mit--maeh-boot--31328576

 

 


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