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Newsletter Schule Dezember 2008

Anhörung Profiloberstufe im Schulausschuss


05.12.2008 Bildung, Schule

Die geplante Einführung der Profiloberstufe wird scharf kritisiert. Dies ist das Ergebnis einer Experten-Anhörung des Schulausschusses vom letzten Freitag. So wurde bekannt, dass bei der letzten Versammlung der Elternräte der Gymnasien 20 von 26 anwesenden Vertretern eine Verschiebung der Oberstufenreform gefordert hätten, weil es zu viele Unklarheiten gebe. Frau Dr. Ahle, Elternrat Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer, nannte die Vorbereitung des jetzigen 10. Jahrgangs auf die Profiloberstufe katastrophal. Herr Kroeger, Leiter des Oberstufen-Kollegs Uni Bielefeld, nannte das Abweichen von Grund- und Leistungskurden unnötig. Es sei keinesfalls bewiesen, dass die Abschaffung Vorteile bringe. Herr Voß, Gesamtpersonalrat der Schulbehörde, kritisierte, dass keine zusätzlichen Ressourcen in die Reform der Oberstufe investiert würden. Seinen Berechnungen nach seien 90 Lehrerstellen u.a. für die 5. Abiturprüfung nötig. Ferner befürchtete er durch die Einführung der Kernkompetenzfächer einen Rückgang der Abiturienten. Herr Neye-Dircks, Schulleiter Lornsen Gymnasium in Schleswig, wies darauf hin, dass jede Klasse einen eigenen Profilraum mit einem PC bräuchte. Sonst wäre die Einführung eines Profils sinnlos. Die Anhörung der Expertinnen und Experten wird vom Schulausschuss in einem der nächsten Sitzungen ausgewertet. Dann wird auch der Senat zu den Ergebnissen der Anhörung Stellung nehmen.

Sondervermögen Schulbau

Die Hamburger Schulbehörde hat bestätigt, dass der Senat plant, den Bereich des Schulbaus in ein städtisches Sondervermögen zu überführen. Damit wird die gesamte Schulbau-Verwaltung mit etwa 170 Mitarbeitern der Schul- und der Stadtentwicklungsbehörde in einer Art eigenem öffentlichen Unternehmen zusammengelegt. Der Besitz aller Schulen geht auf das Sondervermögen über und kann durch Kredite beliehen werden. Skeptisch hat SPD-Schulexperte Ties Rabe diese Pläne bewertet. Er kritisierte, dass zukünftig der Schulbau über verdeckte Kreditaufnahme finanziert werden solle. Auch riskiere die Schulbehörde, dass Schulen mittelfristig an Unternehmen abgegeben werden.


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