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Schließung von Karstadt im Billstedt Center: neue Lösung für den Stadtteil erforderlich

Dringlichkeitsantrag von Dr. Kerstin Gröhn, Frank Ramlow, Martina Hamester und Thaddäus Zoltkowski (SPD) und Fraktion vom 28.10.14


28.10.2014 Antrag, Billstedt

REGIONALAUSSCHUSS BILLSTEDT

Drucksache 21-0374  28.10.2014

 Die Nachricht von der Schließung der Karstadt-Filiale im Billstedt Center ist ein schwerer Schlag für den Stadtteil. Der Wechsel der Anbieter im Center von mittelpreisig zu discount-orientiert ist bereits seit mehreren Jahren zu beobachten. Besonders auffällig waren der kürzliche Wechsel von „Görtz“ auf „Reno“ in exakt den gleichen Räumen und der nur wenige Monate anhaltende Versuch einer Ansiedlung von S. Oliver.

Nach der Schließung von Karstadt hat das Einkaufszentrum für Käufer, die gerne schnell, unkompliziert und nahe der eigenen Wohnung kleinere Besorgungen erledigen wollen und dabei auch auf Qualität achten, nahezu jegliche Attraktivität verloren.

Ein Einkaufszentrum, das schon städtebaulich jede positive Entwicklung des Stadtteilzentrums erschwert und zudem nur noch discount-orientierte Kunden anspricht, behindert die Entwicklung „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ massiv. Soweit darf es nicht kommen. Stattdessen muss aus der Not eine Tugend gemacht werden, ECE – auch, wenn die Firma selber die Karstadtfläche bislang nicht verwaltet - seine Verantwortung für den Stadtteil wahrnehmen und gemeinsam mit der für die Karstadtfläche zuständigen Immobiliengesellschaft Signature Capital, den maßgeblichen Akteuren des Stadtteils und unter Beteiligung der Bevölkerung eine Lösung für den Stadtteil entwickeln.

Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss beschließen:

1.       Der Regionalausschuss Billstedt spricht sich gegen eine Neuvermietung der Karstadtfläche an weitere discount-orientierte Anbieter aus.

2.       Der Regionalausschuss Billstedt fordert, das Konzept des Billstedt Centers auf den Prüfstand zu stellen und eine Öffnung zum Stadtteil auch durch die Vergabe von Räumlichkeiten an Stadtteilnutzungen in den Fokus der weiteren Überlegungen zu stellen.

3.       Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, sich im Sinne der Petitumspunkte 1. und 2. einzusetzen und Gespräche mit geeigneten Akteuren zu führen. Im Kontext des Prozesses „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ und dem dazugehörigen Fokusraum „Zentrum Billstedt“ sollte die Frage thematisiert werden, welche Rolle das Billstedt-Center zu attraktiveren Gestaltung des Billstedter Zentrums einnehmen sollte. Zu einem geeigneten Zeitpunkt soll die Billstedter Bevölkerung über den Beirat Billstedt-Horn eingebunden werden.

4.       Die Kommunalpolitik begleitet den Prozess im Ausschuss für Wohnen und Stadtteilentwicklung. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, hier über die ersten Schritte zu berichten.

5.       Die Bezirksversammlung wird um Bestätigung gebeten.

Unser Antrag wurde auf der Sitzung vom 28.10.14 einstimmig beschlossen.

Am 19.12.2014 teilte uns Herr Grote mit, dass er mit dem ECE Betreiber Gespräche geführt hat. Karstadt Billstedt ist nicht mehr zu halten. Das Personal wurde schon reduziert. Nach dem 30.Juni 2015 soll die Krstadt Fläche für einen zweistelligen Millionbetrag umgebaut und renoviert werden. Zur Zeit wird ein neues Betreiber Konzept erarbeitet. Dires sieht auch mehr Arbeitsplätze vor. Die Pläne sollen im März 2015 der Öffentlichgkeit vorgestellt werden.

 

 


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