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Billenetz: Strukturelle Stadtteilarbeit auch strukturell absichern

Antrag der Abgeordneten Kerstin Gröhn, Frank Ramlow (SPD) und Fraktion vom 25.04.2013


05.05.2013 Billstedt, Antrag

REGIONALAUSSCHUSS Billstedt

20. Wahlperiode     

Das Billenetz leistet im Hamburger Osten seit etwa 10 Jahren Bildungs- und Vernetzungsarbeit, die aus dem Stadtteil nicht mehr wegzudenken ist. In dieser Zeit wurden auch zahlreiche Projekte entwickelt und durchgeführt, beispielsweise der in ganz Hamburg bekannte Lehrstellenatlas. Mit seinem im Stadtteil bekannten Personal und Räumlichkeiten an der Billstedter Hauptstraße ist das Billenetz zu einem Anlaufpunkt für Beratungssuchende geworden.

Das Billenetz ist derzeit zu 100% von Projektfinanzierungen abhängig, ein Umstand, den es mit vergleichbaren Einrichtungen teilt. Für 2013 konnte die Fortführung der Arbeit des Billenetzes erst „in letzter Minute“ gesichert werden. Die Finanzierung für 2014 ist ebenfalls offen. Dies ist unerfreulich insbesondere aus zwei Gründen: Erstens benötigen Einrichtungen, die beratend tätig werden und erst Kontakt zu ihren Kunden aufbauen und deren Vertrauen gewinnen müssen, eigentlich längere Planungshorizonte, als die üblichen ein bis drei Jahre einer Projektfinanzierung oder –fortsetzung. Zweitens führt der Umstand, dass nur für Projektarbeit Ressourcen zur Verfügung stehen dazu, dass der ursprüngliche Arbeitsauftrag des Billenetzes, die Vernetzung der verschiedenen Bildungseinrichtungen im Stadtteil, nur noch durch überdurchschnittliches Engagement einzelner Mitarbeiter und nicht in dem eigentlich erforderlichen Umfang am Leben erhalten werden kann.Der Bezirk hat mit dem Quartiersfonds ein Mittel an die Hand bekommen, um Bedarfe in der Stadtteilarbeit zumindest teilweise zu decken. Der Quartiersfonds ist jedoch nicht dazu geeignet, für einzelne Einrichtungen eine Dauerfinanzierung zu gewährleisten. Er kann das strukturelle Dilemma der für viele Einrichtungen überlebenswichtigen Projektfinanzierungen nicht dauerhaft abmildern.

Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss beschließen:

  1. Der Regionalausschuss hält strukturelle Förderungen der Stadtteilarbeit in seiner Region für wichtig, um die Ziele des Entwicklungsraumes zu unterstützen und Erreichtes zu verstetigen. Dies gilt u. a. für die Arbeit des Billenetzes.
  2. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, auf der Ebene der Fachbehörden die Wichtigkeit stadtteilbezogener Arbeit zu verdeutlichen und sich für die Entwicklung von Finanzierungsmodellen einzusetzen, aufgrund derer geeignete Stadtteileinrichtungen eine strukturelle Grundfinanzierung erhalten können, sodass eine Finanzierung nicht zu 100% über Projekte stattfinden muss.
  3. Die Bezirksversammlung wird um Bestätigung gebeten.

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