Aktuelle Nachrichten

Nutzung der Gemeinschaftsräume der SAGA/GWG weiter ermöglichen

Antrag der Abgeordneten Kerstin Gröhn, Martina Hamester, Frank Ramlow (SPD) und Fraktion vom 23.02.2012


Betr.: Sicherung sozialen Engagements in Mümmelmannsberg – Nutzung der Gemeinschaftsräume der SAGA/GWG weiter ermöglichen

Seit teilweise über 20 Jahren finden in Gemeinschaftsräumen der SAGA/GWG in Mümmelmannsberg zahlreiche soziale Arbeiten, Nachbarschaftsinitiativen und Projekte statt. Bekannt und auch von Politikern aller Parteien im Rahmen von Stadtteilbesichtigungen immer wieder angesteuert ist insbesondere die Frauenmalgruppe WIR mit ihrer Dachgeschossnutzung in der Kleinen Holl 8 – großartiger Ausblick inklusive. Betroffen ist darüber hinaus eine Vielzahl an Einrichtungen wie Jugendkeller, Kindertreff, Mini-Skipper, Frauenzimmer, F.I.P.S., Offenes Atelier, Multinationaler Elternverein, KOMM und Künstlerkeller. All diesen Initiativen und Projekten stehen die zumeist im Untergeschoss gelegenen Räumlichkeiten bislang kostenlos bzw. gegen ein symbolisches Entgelt zur Verfügung.

Es ist zu beobachten, dass die SAGA/GWG seit geraumer Zeit bestrebt ist, diese Praxis zu ändern. Unlängst hat sich die SAGA/GWG alle in ihren Räumlichkeiten ansässigen Projekte umfänglich vorstellen lassen und es fanden zahlreiche Gespräche statt, die von der Frage bestimmt waren, welche finanzielle Leistung jede Initiative und jedes Projekt für die Nutzung der Räumlichkeiten erbringen könnte. Die schlichte Antwort ist: Nichts, ohne den Bestand der Einrichtungen zu gefährden.

Als städtisches Unternehmen darf die SAGA/GWG nicht nur ihre wirtschaftlichen Interessen verfolgen. Sie hat ihren Mietern gegenüber und mit der Nutzung ihres Gebäudebestandes auch soziale Aufgaben zu erfüllen. Eine solche wurde in Mümmelmannsberg seit der Errichtung der Großwohnsiedlung mit der zur Verfügung Stellung der Gemeinschaftsräume übernommen. Mümmelmannsberg ist, obwohl ein junger Stadtteil seit 1991 (und immer noch) förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet. Allein diese Tatsache zeigt, dass der Stadtteil mit besonderem Augenmaß betrachtet werden muss. Die in den Gemeinschaftsräumen ansässigen Initiativen sind festetr Bestandteil des sozialen Lebens der Mümmelmannsberger und leisten unverzichtbare Arbeit. Die Einstellung dieser Arbeit würde ein Loch in die Strukturen des Stadtteils reißen, das nicht zu schließen ist.

Dies vorausgeschickt möge die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschließen:

  1. Der Fortbestand des in Mümmelmannsberg – zu einem großen Teil ehrenamtlich – geleisteten soziale Engagements ist unverzichtbar.
  2. Die Bezirksversammlung fordert die SAGA/GWG auf, keine Maßnahmen zu ergreifen, die den Fortbestand der in den Gemeinschaftsräumen geleisteten Arbeit gefährden.
  3. Die SAGA/GWG wird gebeten, dem Regionalausschuss Billstedt in einer der nächsten Sitzungen über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen zu berichten.

Unser Antrag wurde in der Bezirksversammlung am 23.02.2012 einstimmig beschlossen


Aktuelles

16.03.2019

Schulbushaltestelle in der Reclamstraße auch am Wochenende freihalten - weiter...

16.03.2019

Parken auf dem Fuß- und Radweg am Schiffbeker Weg verhindern - weiter...

16.03.2019

Fußweg Billstedter Platz wieder stolperfrei herstellen - weiter...

13.03.2019

Desolater Zustand der Praxisklinik Mümmelmannsberg - endlich handeln! - weiter...

27.02.2019

Preis der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte für herausragendes Ehrenamt 2019 (vormals Bürgerpreis) - weiter...