Die Schulzweigstelle Rahmwerder Straße bleibt erhalten!
Veröffentlich am 6. April 2009
In der Rahmwerder Straße liegt seit über einhundert Jahren die einzige Schule im Ortsteil Georgswerder. Sie wird derzeit von etwa 80 Grundschulkindern besucht.
Die Schule liegt 4 Kilometer von der Elbinselschule entfernt, zu der sie organisatorisch gehört. Schon immer hatte die Schule für alle Bewohner des Stadtteils eine besondere Bedeutung als kommunikative und integrative Einrichtung. Der „Sprung über die Elbe“ darf auch an Georgswerder nicht vorbei gehen. Eine Aufwertung der Quartiers kann aber nur gelingen, wenn es mindestens für die Kleinsten auch Bildungseinrichtungen vor Ort gibt.
Der einzügige Standort galt stets auch deshalb als gesichert, weil es den Lehrern durch die enge Zusammenarbeit mit den Vertretern der in Georgswerder lebenden Sinti-Familien gelang, den Kindern einen niedrigschwelligen Schulbesuch zu ermöglichen und somit auch ihr Recht auf Schulbildung zu gewährleisten.
Der Senat hatte geplant, den Schulstandort Rahmwerder Straße vollständig aufzugeben und in der Elbinselschule zu intrigieren. Dies wurde den Lehrern und Eltern in einer Vollversammlung mitgeteilt.
Durch die Bemühungen der SPD Bezirksfraktion HH-Mitte gelang es nun, den Schulstandort zu retten. Am Freitag, den 3.4.09 fand eine Demo der Eltern und Schüler vor ihrer Schule statt. Sie überreichten Schulsenatorin Christa Goetsch die gesammelten Unterschriften für den Erhalt der Schule.
Am späten Abend wurde dann bekannt, dass der Schulstandort Rahmwerder Straße als Primarschule mit Hort für die Klassenstufen 0 – 3 erhalten bleibt. Ab Klasse 4 wechseln die Schüler und Schülerinnen dann zur Elbinselschule.
Die SPD lehnt eine Teilung der Primarschule ab. Wir freuen uns aber mit den Bewohnern des Stadtteils, dass unsere Bemühungen erfolgreich waren und die Schule erhalten bleibt.
Denkmalschutz für die Schule in Georgswerder
Veröffentlich am 25. Februar 2009
Der historisch wertvolle Schulbau von 1903/04 an der Rahmwerder Straße in Georgswerder wird von der Behörde für Kultur, Sport und Medien in das Verzeichnis der erkannten Denkmäler aufgenommen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte der Bau unter Denkmalschutz gestellt werden, teilt die Behörde mit. SPD und GAL in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hatten Ende vergangenen Jahres den Denkmalschutz beantragt. So steht es jetzt zwar gut um den Erhalt des Gebäudes, aber nach wie vor ist der Fortbestand des Unterrichts an der einzügigen Grundschule Rahmwerder Straße nicht gesichert. Die Schulbehörde möchte die nur 83 Schüler zählende Schule schließen. Die Schule Rahmwerder Straße ist eine Zweigstelle der Elbinselschule (ehemals Schule Buddestraße). Und die Elbinselschule soll schon bald in das geplante Bildungszentrum “Tor zur Welt” integriert werden. Dort hätten dann auch die Kinder der Rahmwerder Straße ihren Platz. Ende vergangenen Jahres wurden in Georgswerder und Umgebung mehr als 800 Unterschriften zum Fortbestand der Schule Rahmwerder Straße gesammelt. Auch, weil etwa jedes vierte Kind aus der Siedlung der nahen Sinti-Gemeinde kommt. Der 1,5 Kilometer längere Weg zur Elbinselschule oder dem künftigen Bildungszentrum wäre für die Eltern, die in der Nähe wohnen, nicht akzeptabel.
Zoff im Schulausschuss um die Schule Rahmwerder Straße
Veröffentlich am 27. Januar 2009
Der gestrige Ausschuss für Schule, Kita und Sport endete mit deutlichen Worten zwischen Herrn Ahrnfeldt, der für die Schulbehörde referierte, und meinen Kollegen Bernd Peter Holst (SPD). Der Streit entzündete sich um die von der Schulbehörde geplante Schließung der Schule Rahmwerder Straße in Georgswerder.
Herr Ahrnfeldt hatte geschildert, das mit den Betroffenen und lokalen Akteuren in einem “offenen Prozess” und mit einem “offenen Ausgang” diskutiert würde. Auf unsere Fragen schilderte er mehrfach großes Verständnis für die lokale Bedeutung des Schulstandortes.
Aber auch nachdem wir noch einmal klar gestellt hatten, das es einen einstimmigen Beschluss aller Abgeordneter der Bezirksversammlung gibt, und nachdem Frau Carmody für den Arbeitskreis Georgswerder darauf hinwies, das eine Sammlung über 800 Unterschriften für den Erhalt des Schulstandortes zusammenbekommen hat, konnte Herr Ahrnfeldt sich auf die ausdrückliche Frage von Jutta Kodrzynski (GAL) nicht durchringen ein Bekenntnis zum Erhalt der Schule Rahmwerder Straße “in welcher Form auch immer” abzugeben.
Daraufhin fragte Bernd Peter Holst wie es denn angehen könne, das es aus dem Stadtteil, der Elternschaft und der Lokalpolitik eindeutige Aussagen gebe, die Schulbehörde aber immer noch offen und ergebnisoffen diskutieren wolle. Denn entweder nähme die Behörde die einhellige Meinung vor Ort ernst, dann könne es nur ein Ergebnis der Beratungen, nämlich den Erhalt geben, oder es würde eben von oben “undemokratisch” die Schließung der Schule Rahmwerder Straße angeordnet werden.
Der pointiert und hitzig vorgebrachte Einwand brachte Herrn Ahrnfeldt dazu die Maske der Freundlichkeit fallen zu lassen und klipp und klar zu erklären, das er sehr offen mit allen diskutieren würde, er solche Angriffe nicht nötig hätte und es “andere Ausschüsse” gäbe mit “anderen demokratischen Mehrheiten” in denen die Entscheidungen getroffen würden.
In mir hat sich nach dieser Sitzung der Eindruck verfestigt, das die Schulbehörde die Schließung der Schule Rahmwerder Straße beschlossen hat, und alle Gespräche die jetzt geführt werden nur noch vorgespieltes Theater ist. Bleibt zu hoffen, dass ich mich irre.
Geschrieben von Klaus Lübke (MdBV), der mich im Schulausschuss vertreten hat. DANKE Klaus !
http://www.veddel.net/wordpress/2009/01/27/zoff-im-schulausschuss-um-die-schule-rahmwerder-strasse/
Schule Rahmwerder Straße muss bleiben!
Veröffentlich am 21. November 2008
In der gestrigen Sitzung der Bezirksversammlung ging es auch um den Erhalt der Schule Rahmwerder Straße in Georgswerder. Es wurden zwei Anträge einstimmig und ohne Enthaltung, beschlossen. Der zweite Antrag kam von der CDU, die sich auch für den Erhalt aussprach. Damit setzt sich die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte für den Erhalt der Schule ein. Die Schule ist damit aber noch nicht gerettet, aber die Schulsenatorin Goetsch wird nun erkennen, dass es nicht leicht wird, gegen den Widerstand der Eltern, Schüler, Lehrer und der Bezirksversammlung, diese Schule zu schließen. Auch der Kreiselternrat setzt sich für den Erhalt der Schule Rahmwerder Straße ein. Mitglieder des Rates sind in der regionalen Schulentwicklungskonferenz vertreten und werden für den Erhalt stimmen.
Hier unserer Antrag:
Interfraktioneller Antrag der Abgeordneten Bayram Inan, Frank Ramlow, Fred Rebensdorf, Klaus Lübke (SPD), Reiner Roszak, Jutta Kodrzynski, (GAL) und Fraktionen vom 20.11.2008
Die Schulzweigstelle Rahmwerder Straße muss erhalten bleiben!
In der Rahmwerder Straße liegt seit über einhundert Jahren die einzige Schule im Ortsteil Georgswerder. Sie wird derzeit von etwa 80 Grundschulkindern besucht.
Die Schule liegt 4 Kilometer von der Elbinselschule entfernt, zu der sie organisatorisch gehört.
Schon immer hatte die Schule für alle Bewohner des Stadtteils eine besondere Bedeutung als kommunikative und integrative Einrichtung. Gerade für die kleinsten Schüler ist es wichtig, diese nach dem Motto „kurze Beine, kurze Wege“ in der Nähe zu haben.
Der „Sprung über die Elbe“ darf auch an Georgswerder nicht vorbei gehen. Eine Aufwertung der Quartiers kann aber nur gelingen, wenn es mindestens für die Kleinsten auch Bildungseinrichtungen vor Ort gibt.
Bei der „Bildungsoffensive Elbinseln“ darf es keine Verlierer geben. Eine Verbesserung des Angebotes darf nicht mit Verschlechterungen in einzelnen Regionen einhergehen.
Der einzügige Standort galt stets auch deshalb als gesichert, weil es den Lehrern durch die enge Zusammenarbeit mit den Vertretern der in Georgswerder lebenden Sinti-Familien gelang, den Kindern einen niedrigschwelligen Schulbesuch zu ermöglichen und somit auch ihr Recht auf Schulbildung zu gewährleisten.
Jetzt gibt es dennoch Überlegungen, den Schulstandort Rahmwerder Straße aufzugeben.
Die Bezirksversammlung möge daher beschließen:
1.Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hält den Grundschulstandort Rahmwerder Straße für unverzichtbar.
2.Die Verwaltung wird aufgefordert, sich mit ihren Möglichkeiten für den Erhalt der Grundschule in Georgswerder einzusetzen.
3.Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, die Auffassung der Bezirksversammlung gegenüber dem Senat und den Behörden zu vertreten.
4.Die zuständigen Stellen werden aufgefordert, die Unsicherheit über den Standort schnellstmöglich zu beenden, damit die Anmeldezahlen des neuen Jahrganges an der Schule Rahmwerder Str. möglichst wenig leiden.
Georgswerder: Schließung Schule Rahmwerder Straße
Veröffentlich am 17. November 2008
Die Entscheidung ist noch nicht gefallen!
Eine der kleinsten Schulen Hamburgs steht vor dem Aus: die Schule Rahmwerder Straße in Georgswerder. Das hat der Schulaufsichtsbeamter Burghard Ahnfeldt auf einer Elternversammlung in der Schule vor rund 100 Vätern und Müttern mitgeteilt. Die einzügige Schule, die Zweigstelle der Schule Buddestraße (jetzt Elbinselschule) ist, wird zu einem großen Teil von Sinti-Kindern besucht.
Nun ruderte die Schulbehörde zurück. “Bis zur endgültigen Entscheidung der Behörde über die künftigen Schulstandorte wird keine Schule geschlossen”, sagte Behördensprecherin Annegret Witt-Barthel. Im Rahmen der “Konzeptentwicklung” der Elbinselschule müssten Raumfragen geklärt werden. Dabei sei es auch um die Schule Rahmwerder Straße gegangen. “Verabredet wurde, dass eine Arbeitsgruppe aller Beteiligten Vorschläge entwickelt”, sagte WittBarthel. Der Behörde sei wichtig, dass eine “wohnortnahe Beschulung” für die Georgswerder Kinder sichergestellt werde.
Am Samstag, den 15.11.08 haben sich nun viele Eltern und Schüler vor ihrer Schule versammelt um für ihren Erhalt zu kämpfen.
Hier meine große Anfrage, die ich in der nächsten Bezirksversammlung Sitzung am 20.11.08 einbringen werde.
Die Schule Rahmwerder Straße ist seit 1989 Zweigstelle der Schule Buddestraße und seit 2007 Zweigstelle der Elbinselschule. Sie liegt im Stadtteil Georgswerder und ist von der Hauptstelle ca. 4 km entfernt. Auch andere Schulen z.B. die Schule Slomanstieg auf der Veddel sind nur schwer zu erreichen.
Zum Einzugsgebiet der Schule Rahmwerder Straße gehört eine Sintisiedlung, in der ca. 50 Sintifamilien leben. Schon immer hatte die Schule für alle Bewohner des Stadtteils eine besondere Bedeutung als kommunikative und integrative Einrichtung. Der einzügige Standort galt stets als gesichert, weil es den Lehrern durch die enge Zusammenarbeit mit den Vertretern der Sinti-Familien gelang, den Kindern einen niedrigschwelligen Schulbesuch zu ermöglichen und somit auch ihr Recht auf Schulbildung zu gewährleisten, da es in vielen Sinti-Familien Vorbehalte gegen den Besuch der Kinder an regulären Schulen gibt. Im Zuge des Sanierungsprogramms „Modell Hamburg-Süd“ ist für die Jahre 2008 bis 2010 auch die Sanierung dieser Zweigstelle vorgesehen. Dafür wurden 4 Mio. Euro bereitgestellt. Die Renovierungsarbeiten sollten bereits nach den Sommerferien 2008 beginnen.
Nun gibt es jedoch die Ankündigung der Behörde für Schule und Berufsbildung, diese Zweigstelle zu schließen und auf die vertraglich vereinbarte Grundsanierung bzw. Neubau zu verzichten. Die Kinder aus Georgswerder sollen dann die Elbinselschule in der Buddestraße besuchen.
Ich frage in diesem Zusammenhang die Behörde:
1. Am 27.10.08 verkündigt Herr Vieloh vor der Schulleitung und den Lehrern, dass die Schule geschlossen wird. Diese Aussage wurde von Herrn Ahnfeldt am 10.11.08 in einer Vollversammlung mit Eltern wiederholt. Im Anschreiben an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Regionalen Schulentwicklungskonferenzen (RSK) schreibt Schulsenatorin Goetsch:“…In diese Planung möchten wir Sie und Ihre Kenntnisse ganz bewusst einbeziehen. Mit Ihrem Wissen und Ihrem Engagement können Sie den Planungsprozess entscheidend bereichern und dazu beitragen, für die Kinder und Jugendlichen in Ihrer Region ein zukunftsweisendes Bildungsangebot zu gestalten.“ Weshalb hat die zuständige Behörde nicht eine Stellungnahme der RSK 3 (Wilhelmsburg) zur Schulentwicklung der Elbinsel eingeholt, sondern stellt diese jetzt vor vollendete Tatsachen?
2 .Hat es überhaupt noch Sinn, in den regionalen Schulentwicklungskonferenzen mitzuarbeiten, wenn die zukünftigen Schulstandorte schon feststehen?
3. Zu welchem Datum soll der Schulstandort Rahmwerder Straße geschlossen werden?
4. Die Schule wird zurzeit von 78 Kindern besucht. Sie hat 4 Klassen, die von 5 Lehrern betreut werden. In den jahrgangsübergreifenden Klassen 0/1/2 unterrichten 2 Lehrer und eine Sozialpädagogin zum Teil in Doppelbesetzung. Die Klassen 3 und 4 werden von je einer Lehrkraft unterrichtet. Zusätzlich werden 11 Stunden von Lehrern der Elbinselschule bestritten, da die jungen Lehrer nur mit 75% unterrichten dürfen. 1/3 der Schülerschaft sind Kinder aus der Sintisiedlung, aber auch andere Familien in Wilhelmsburg schicken ihre Kinder gerne in die Schule Rahmwerder Straße, da sie die Überschaubarkeit und den familiären Charakter der Schule schätzen. Ein weiteres Drittel der Schüler kommt aus der Kirchdorfer Eigenheimsiedlung. Wie will die BSB sicherstellen, dass die Schüler an einem anderen Schulstandort genauso gut gefördert werden?
5. Was passiert mit dem Sintisozialarbeiter, der sein Büro im Schulgebäude hat?
6. Die Schule bietet 3x die Woche (Di, Mi, Do) offenen Ganztagsunterricht an. Acht Neigungskurse darunter Englisch, Kunst und Sport stehen zur Wahl. Es gibt Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung. Ist dies an einem anderen Schulstandort auch sichergestellt?
7. Die Schule Rahmwerder Straße verfügt über ein großes Freigelände mit einem Spielplatz. Dieser wird von Kindern aus der Umgebung auch am Nachmittag genutzt. Wo wird es dafür einen Ersatzspielplatz geben?
8. Wie viele Kinder im Einzugsgebiet der Rahmwerder Straße werden im kommenden Schuljahr schulpflichtig?
9. Wo werden die Sprachstandsuntersuchung der 4 ½ jährigen und die Anmeldungen für Vorschule und Klasse 1 aus Georgswerder stattfinden, wenn die Schule Rahmwerder Straße geschlossen wird?
10. Was soll mit dem Gelände und den Gebäuden des Schulstandortes geschehen?
11. Wie sieht die bisherige Nutzung der Schulturnhalle aus? In welcher Form wird die Turnhalle nach der Schulschließung genutzt werden können?

